10.11.2025
Florian Schäfer, Stadtverbandsvorsitzender der SPD Saarlouis, zeigt sich besorgt über die aktuelle Entwicklung beim DRK-Krankenhaus Saarlouis, das am Montag ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet hat.
Schäfer erklärt: „Wichtig ist: Der Betrieb geht weiter und die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten bleibt gesichert."
Das DRK-Krankenhaus Saarlouis sei für Saarlouis als Gesundheitsstandort aber auch darüber hinaus wichtig. „Wir brauchen eine wohnortnahe und hochwertige medizinische Versorgung – gerade in einer alternden Gesellschaft“, so Schäfer weiter. Besonders die qualifizierte Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten sowie von Menschen mit Schlaganfall mache das Haus unverzichtbar und zu einem wichtigen Baustein in der Gesundheitsversorgung im Landkreis Saarlouis.
Schäfer gibt zu Bedenken: "Dass das DRK-Krankenhaus in Saarlouis in diese Lage geraten ist, ist eine traurige Nachricht – vor allem für die Beschäftigten, die seit Jahren Großartiges leisten."
Entsprechend richtet Schäfer den Blick auf die strukturellen Probleme der Krankenhausfinanzierung: „Die saarländischen Krankenhäuser kämpfen nicht wegen Misswirtschaft mit dem Überleben, sondern weil die Finanzierungssysteme des Bundes nicht mehr tragen. Wenn der Bund weiter Gelder aus der Versorgung abzieht, gefährdet er die Stabilität unseres gesamten Gesundheitswesens. Wir brauchen endlich eine verlässliche Finanzierung und gezielte Unterstützung für die Kliniken, die unsere Regionen versorgen.“
Positiv bewertet Schäfer, dass die Beschäftigten des DRK-Krankenhauses ihr Gehalt weiterhin erhalten und der Klinikbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werden kann. „Das zeigt, dass alle Beteiligten Verantwortung übernehmen und um den Standort kämpfen. Dafür gebührt ihnen unser Respekt und vor allem unsere Unterstützung auf allen Ebenen.“